Marktplatz der Innovationen und Applikationen
Auch in diesem Jahr setzt FANUC Robotics zur AUTOMATICA auf sein bewährtes Marktplatzkonzept mit einem überzeugenden Mix aus eigenen Roboterlösungen und Applikationsbeispielen ausgesuchter Systemhäuser. Innovatives Highlight ist dabei die Premiere der neuen Delta-Roboter der M-3iA-Serie, während darüber hinaus insgesamt 13 Partnerunternehmen live auf dem Messestand unterschiedlichste Applikationsbeispiele präsentieren. Hier reicht das Spektrum vom Kofferhandling über verschiedene Be- und Verarbeitungsbeispiele aus den Materialbereichen Metall und Kunststoff bis hin zu filigranen Pick&Place-Anwendungen im Lebensmittelbereich.
Delta-Roboter – M-3iA
FANUC Robotics präsentiert sich auf seinem „Marktplatz der Innovationen und Applikationen“ zur Automatica in München mit einem repräsentativen Querschnitt durch das eigene Roboter-Portfolio. Highlight ist dabei unbestritten der neue Delta-Roboter M-3iA. „Mit dem M-3iA ist unseren Entwicklern wieder ein toller Wurf gelungen“, zeigt sich Gerald Mies als Geschäftsführer FANUC Robotics Deutschland GmbH begeistert und nennt als Belege die modularen Ausbaustufen als 4- und 6-Achser, die hohe Traglast von 6 kg, die schnellen Rundachsbewegungen von bis zu 4.000°/sec sowie die exzellente Wiederholgenauigkeit von 0,1 mm/s. Dabei agiert die 4-achsige Version namentlich als „M-3iA/6S“, während der 6-Achser als „M-3iA/6A“ im Markt unterwegs sein wird.
Der Unterschied zwischen den beiden Robotermodellen liegt in der Ausführung des Handgelenks mit einer beziehungsweise drei Achsen. Als absolutes Novum im Markt sind dabei die Motoren des Handgelenks im Gestänge angebracht, was die Steifigkeit in der 4. Achse beziehungsweise in den Achsen 4 bis 6 erhöht sowie die Präzision beim Greifen entscheidend verbessert. Eine weitere Besonderheit gibt es zudem beim M-3iA/6S. Denn neben dem möglichen Verzicht auf einen Teleskopantrieb für die Drehachse, besticht die vierachsige Variante außerdem durch ihr hohles Gelenk, dessen Gestaltung sich FANUC hat patentieren lassen.
Auch die „M-3iA“-Innovationen haben einen nahezu zylindrischen Arbeitsraum, der in dem Fall mit 1.350 mm Durchmesser angegeben ist. Zudem wirbt der vierachsige „M-3iA/6S“ mit einer Achsgeschwindigkeit am Handgelenk von 4.000 deg/sec, während für die Rotationsachsen des sechsachsigen M-3iA/6A immerhin 2.000 deg/sec im Datenblatt verzeichnet sind.
Konkrete Einsatzgebiete für den M-3iA sieht man bei FANUC Robotics beispielsweise in der Montage von Elektro- und Elektronikkomponenten, aber auch bei HighSpeed-Applikationen in der Pharma-, Lebensmittel- oder Solarindustrie. Speziell mit Blick auf mögliche Applikationen in der Lebensmittel- und Pharmabranche gibt es beide neuen M-3iA-Roboter übrigens mit einer gegenüber Reinigungsmitteln und Verunreinigungen besonders resistenten Epoxidharzlackierung.
Palettier-Roboter: M-410iB/140H
Zweite Roboter-Innovation am Stand von FANUC Robotics ist der vierachsigen Palettierroboter M-410iB/140H mit einer Traglast von 140 kg, der dank Achsgeschwindigkeiten zwischen 115 und 420 Grad/s vor allem in punkto Schnelligkeit neue Maßstäbe in seiner Klasse setzt. Beispielsweise schafft der M-410iB/140H bei einem „Hebe-Positionier-Ablage“-Zyklus von 400/2.000/400 mm und einer Traglast von 60 kg immerhin stolze 1.900 Zyklen pro Stunde. Und auch beim Arbeitsbereich bietet der neue Fanuc-Palettierroboter dank einer Reichweite von 2.850 mm überzeugende Spitzenwerte (dabei ist der maximale vertikale Abstand zum Flansch bei einer Traglast von 40 kg mit 700 mm angegeben). Weitere Highlights sind:
· Exzellente Wiederholgenauigkeit von +- 0,2 mm
· Optimiert für einfachste Montage von Greifern und höchste Betriebssicherheit
· Kabel & Luftschlauch integriert in den J3-Arm
· I/O- und Luftanschlüsse nah am Handgelenk
· Schlanker Arm und kompaktes Handgelenk für minimalen Raumbedarf
· Niedrige Bauhöhe des Arms zum Betrieb in niedrigen Räumen
· Die mechanische Einheit ist spritzwasserfest (IP 54)
R-1000iA mit LEWA SpeedGun:
Perfektes Team zum Highspeed-Schweißen
Ein weiteres Messehighlight präsentiert sich als Highspeed-Symbiose aus schnellem R-1000iA-Roboter von FANUC und der neu entwickelten „Speed Gun“ der LEWA Attendorn GmbH, die in München ihre Weltpremiere feiern wird. Die speziell für den R-1000iA-Roboter entwickelte Lewa Speed Gun ist die erste leichte Mittelfrequenz-Servo-Zange mit einer Druckkraft von 600 daN. Das neue Fertigungsdoppel verspricht schnelleres Präzisionsschweißen auf engstem Raum, wobei die hohen Ambitionen während der Automatica eindrucksvoll am Beispiel einer kompletten (einsatzbereiten!) Fertigungszelle dokumentiert und unterstrichen werden.
Marktplatz der Applikationen
Neben der LEWA Attendorn GmbH präsentierten sich auf dem Stand von FANUC Robotics insgesamt noch zwölf weitere Systempartner mit repräsentativen Applikationslösungen den Fachbesuchern. Beispielsweise zeigt die Aberle Robotics GmbH eine imposante Lösung für das Kofferhandling im Flughafenbereich, bei dem ein M-710iC/70T von FANUC-Robotics zum Einsatz kommt, während ABL Automazione aus Italien eine nicht weniger überzeugende Montagezelle auf Basis des M-10iA-Roboters vorstellen wird.
Etwas ganz Besonderes hat sich auch die Robotec Solutions AG aus der Schweiz vorgenommen, indem sie zur Automatica gleich eine komplett „gelbe“ Prozesskette der Spritzgiessfertigung realisieren wird. Kernmodul des Fertigungssystems sind die Roboshot S-2000i/100B als Spritzgussmaschine, der PlasticMate als Handling System für die Teileentnahme, sowie für die Qualitätskontrolle und Verpackung das flexible Roboterzuführsystem FeederMate, welches zudem eine süsse Überraschung für die Besucher bereit hält.
Mit einer rasanten Pick&Place-Lösung für den Lebensmittelbereich präsentiert sich die ASA Automatisierungs- und Fördersysteme GmbH aus Mainhausen den Fachbesuchern. Gezeigt werden dabei zwei Module eines großen Handlingsystems, die mit neuen Highspeed-Deltarobotern des Modells M-3iA/6S ausgestattet sind.
Die HandlingTech Automations-Systeme GmbH aus Stuttgart zeigt ihrerseits eine Werkzeugmaschinenapplikation bestehend aus RoboDrill-Maschine und M-20iB/20, während die K+L Elektrotechnik GmbH aus Limbach-Oberfrohna unter anderem eine Koordinatenmessapplikation präsentiert. Ebenfalls vornehmlich im Werkzeugmaschinenbereich zu Hause ist die niederländische CELLRO B.V., die ihr Können am Beispiel von zwei hochgradig standardisierten und dennoch hoch flexiblen Handlingzellen mit M-710iC/50- beziehungsweise M-10iA/10-Roboter demonstriert.
Ihre Kompetenzen im Zukunftsmarkt der Solartechnik demonstriert die MartinMechanic Friedrich Martin GmbH & Co KG aus Nagold den Fachbesuchern – unter anderem am Beispiel einer ,sanften’ Handlinglösung mit M-710iA/50-Roboter.
Als Spezialist für Entwicklung und Bau kompakter Anlagen mit hoher Flexibilität und Effizienz für verschiedenste Aufgabenbereiche fokussiert sich die MATHEUS Industrie-Automation GmbH zur Automatica mit gleich zwei Erfolgsbeispielen auf ihr spezielles Knowhow in punkto Greifertechnik und Greiferwechsel.
Aus der Nähe von Mailand angereist, wird die RAHM s.r.l. eine imposante Schmiedeapplikation vorstellen. Man darf gespannt sein, welche Bauteile der M-2000iA/1200 von FANUC Robotics dabei zu ,stemmen’ hat. Immerhin beträgt die Traglast dieses Weltrekord-Roboters stolze 1.200 kg, wobei mit entsprechendem Update sogar 1.350 kg möglich sind. Eine noch weitere Anreise nach München hat die MOTOFIL ROBOTICS S.A. aus Portugal, die eine Schweißapplikation mit zwei Arc Mate100iC-Robotern vorstellen wird.
Eine etwas andere Art der Messepräsentation hat die Geiger Fertigungstechnologie GmbH für sich gewählt. Frei nach der Devise „Nomen est Omen“ zeigen die Pretzfelder zwei M-10iA/10-Roboter, die im engen Dialog gemeinsam eine echte Geige zum Klingen bringen.
Golf, Kicker, Cocktails & Co.
Für die Komplettierung des Messeauftritts sorgt dann FANUC Robotics mit überzeugenden Branchenlösungen beispielsweise für Pick&Place- sowie Handlingaufgaben in der Lebensmittelindustrie oder zum Schweißen und Lackieren, während Kicker- und Golfzelle für Abwechslung vom Messetrubel sorgen, ehe der RoboShaker einen kulinarischen Schlusspunkt setzt.