Neuer Deltaroboter mit 6 kg Traglast
25/12/2009
Kaum hat Fanuc Robotics im Sommer einen ersten Roboter in Delta-Kinematik auf den Markt gebracht, präsentiert das Unternehmen in Europa schon kurz nach der Roboter-Show IREX den nächsten Roboter mit dieser Kinematik. Mit 6 kg Traglast und einem Arbeitsbereich mit 1.350 mm Durchmesser deckt der neue Roboter M-3iA einen anderen Einsatzbereich ab. Wie der M-1iA gibt es auch den M-3iA als vier- und sechsachsige Variante. Die beiden Modelle unterscheiden sich jeweils durch die unterschiedliche Gestaltung des Handgelenkes. Die Wiederholgenauigkeit liegt mit 0,1 mm bei den Branchenbestwerten.
Wirklich überraschend kommt der 6 kg-Delta von FANUC Robotics nicht. Schon bei der Präsentation des M-1iA, dem ersten Deltaroboter von FANUC Robotics, war eigentlich klar, dass daraus eine Produktfamilie werden würde. Und wie beim kleineren M- 1iA gibt es zwei Varianten. Beim M-3iA/6S handelt es sich um das dreiachsige Grundgerät mit einfacher Drehachse am Handgelenk als vierter Achse. In der Ausführung M-3iA/6A hat der Deltaroboter ein dreiachsiges Handgelenk, so dass er mit insgesamt sechs Achsen arbeitet. Die maximale Traglast am Handgelenk liegt in beiden Varianten bei 6 kg.
Einsätze für den M-3iA sieht man bei FANUC Robotics beispielsweise in der Elektromontage, aber auch in der Lebensmittelindustrie. Vergleicht man die technischen Daten mit Wettbewerbsprodukten und deren Einsatzfeldern, ist ein Einsatz beim Handling in der Solarindustrie durchaus denkbar und angestrebt.
Typisch für alle Deltaroboter: Auch der M-3iA hat einen nahezu zylindrischen Arbeitsraum mit 1.350 mm Durchmesser. Den inneren Bereich mit 900 mm Durchmesser deckt der Delta-Roboter in voller Höhe (500 mm) ab. Zum Rand des Arbeitsraumes hin sind es etwa 100 mm weniger. Als Steuerung kommt der R-30iA Mate Controller zum Einsatz.
Die vierachsige Variante, M-3iA/6S hat ein hohles Handgelenk, dessen Gestaltung sich FANUC hat patentieren lassen. Die 20 mm Innendurchmesser sind zwar nicht üppig bemessen, aber für die wichtigsten Versorgungskabel und Medienschläuche, beispielsweise zur Versorgung eines Greifers mit Luft, allemal ausreichend.
„Wash down Design“ nennt sich die Ausstattung, mit der die Roboter in die schnellen Picklinien der Lebensmittel- und Pharmabranche geschickt werden. Die weiße Lackierung unterstreicht die Eignung für den Primary Food-Bereich auch optisch. Geschmiert sind die Robotergetriebe für diese Anwendungen mit einem für die Lebensmittelindustrie zertifizierten Fett. Serienmäßig sind die M-3iA-Roboter in Schutzart IP67 ausgeführt.